Sonne Süd Ost

Presseschau und sonniger Kommentarblog gen Westen

 

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„Selbst die Unterstützung aus den USA hat nicht geholfen.“

Thema: Ungarn Wahl 2026, Besuch des US-Vizepräsidenten Vance

Autor: Sabrina Böhme

Medium: news.de, 14.04.2026

Kommentar folgend

Sabrina Böhme verkennt die tatsächlichen Umstände. Auch wenn sie im Ergebnis Recht hat: Allein das kleine vorangestellte Wort selbst führt sie selbst hier in die Irre. Denn tatsächlich hat der Besuch von US-Vizepräsident J.D. Vance dazu beigetragen, dass Victor Orban diese Wahl verloren hat. Nur die Gründe sind andere. Denn Vance Besuch wägte die traditionellen Fidesz-Wähler in die falsche Zuversicht, dass bei einer solchen prominenten Unterstützung, die Wahl ohnehin wieder einmal zugunsten von Fidesz und Orban gelaufen sei. Und sie gingen deshalb nicht wählen. Traditionelle Menschen sind auf der ganzen Welt die bequemsten Menschen aller Menschen dieser Welt (deshalb dürfen Priester seit über 1500 Jahren nicht mehr heiraten, das nur am Rande).

Sicher, man braucht einen Computer (und muss dessen Rechenleistung zu verstehen wissen), doch dann lässt sich leicht ausrechnen, dass es ohne diesen Effekt leichthin anders ausgegangen wäre und eine Vielzahl von Wahlkreisen doch wieder an Fidesz gefallen wären.

Die außenpolitische Frage ist nun: Kann auch Vance rechnen? 

Die innenpolitische Frage bleibt: Versteht Ricarda Lang mehr als nun einmal völlig unangebrachten Spott?

Aber Politiker liegen häufig falsch, selbst sympathische.

Und bevor man sich nun links und rechts freut, oder gar in der Mitte; dieses Direktwahlding kann demnächst im UK/GreatBritain auch zugunsten eines Liberalen ausgehen, und dann schauen sowohl die Linken wie die Rechten in dieselbe Röhre, in die heute ein Victor Orban schauen muss, weil er viel zu viele seiner guten liberalen Grundsätze an die Konservativen verkauft hat. Immerhin nicht billig – auch insoweit war Victor Orban im Ganzen gesehen ein guter Präsident für Ungarn. Und er kann verlieren. Das ist charakterlich eine ganze Menge. Dazu noch eine Bemerkung: Wo er früher gegen das alte sowjetische Großrussland aufstand und verloren hatte, kennt er heute das moderne verständige – und eben auch demokratische – Russland sehr viel besser als alle Konservativen Deutschlands, die immer noch in alten Zeiten verloren sind. So wie die Linken in den kriegsfantasierten neuen. Und neuerdings sogar die Mitläufermitte des Mainstreams …

Doch zurück zum Thema des Beitrages von Sabrina Böhme: Wunschdenken vernebelt die Sinne. Übrigens auch die eines Roger Köppel und der Seinen in der Weltwoche. Eine nüchterne Analyse macht klar: Die Unterstützung Mächtiger schafft falsche Sicherheiten. Wenn man dies erkennt, ist dies gute Nachricht.

Und jeden Morgen geht wieder die Sonne auf, schauen wir nur hoffnungsvoll, sehnsuchtsvoll nach Osten, diesem alltäglichen Beginn eines jeden neuen Tages.

  

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